Whisky mit Stil genießen

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Whisky
Bildquelle: Fotolia: Datei: #103405955 | Urheber: Gresei

Whisky übt auf viele Menschen eine ungeahnte Faszination aus und Sammler verleitet er häufig zu enormen Ausgaben. Es gibt kaum eine Spirituose, die so vielseitig und von so vielen Mythen umgeben ist. Das ist sicherlich auch der Grund dafür, weshalb sich um das „Wasser des Lebens“ eine große und aktive Fangemeinde gebildet hat – quasi schon eine eigene Whiskykultur. Aber welche Whiskyarten gibt es überhaupt und wie trinkt man sie? Wir klären euch über das edle Stöffchen auf.

Die verschiedenen Whiskysorten

Zu den wohl bekanntesten Whiskysorten zählt zweifellos der Scotch. Er hat seinen Ursprung in Schottland. Ein Whisky darf sich nur „Scotch“ nennen, wenn er mindestens 3 Jahre in einem Fass in Schottland gereift ist. Überwiegend wird er aus Gerste hergestellt, was ihm sein meist rauchiges und torfiges Aroma verleiht. Im Gegensatz zum Scotch wird der süßlichere Bourbon größtenteils aus Mais und Roggen hergestellt.

Als „Blended Whiskys“ werden Sorten bezeichnet, die aus verschiedenen Destillaten unterschiedlicher Brennereien gemischt werden. Ihnen verleihen bis zu 50 unterschiedliche Whiskys ein einzigartiges Aroma. Die sogenannten „Premium-Blends“ werden hingegen in der Regel aus hochwertigeren und älteren Whiskys gemischt. Dafür dient meist ein milder Whisky aus verschiedenen Getreidesorten als Grundlage. Die „Single Malts“ müssen hingegen zwei Kriterien erfüllen: Sie dürfen nur aus 100 Prozent Gerste hergestellt werden und lediglich aus einer einzigen Destillerie stammen. In einem kostenlosen E-Book von Whic Whiskycircle kann man mehr dazu nachlesen.

Wo Whiskys ihre Wurzeln haben, lässt sich übrigen ganz leicht an ihrem Namen erkennen: Während sich der Drink bei den amerikanischen und irischen Sorten mit einem „e“ schreibt, also „Whiskey“, wird dieses bei den schottischen Sorten weggelassen und „Whisky“ geschrieben.

 

Aus welchem Glas schmeckt der Drink am besten?

Um in den vollen Genuss eines guten Whiskys zu kommen, gilt es auch bei der Auswahl der Gläser einiges zu beachten:

  • Für viele ist der Tumbler das Whisky-Glas schlechthin. Whisky-Experten sind da aber anderer Meinung: Da es einen sehr dicken Boden besitzt, erwärmt sich der Drink in der Hand sehr schlecht. Es ist jedoch wichtig, dass ein Whisky in etwa Zimmertemperatur hat, damit sich seine vielen Aromen richtig entfalten können.Damit erklärt sich auch, warum Eis beim Whiskygenuss eher fehl am Platz ist. Es sieht zwar ziemlich cool aus, wie das Getränk in Hollywood-Filmen oft „on the rocks“ getrunken wird, für gute Whiskys ist das aber nicht so optimal. Außerdem verfliegt das Aroma über die weite Öffnung des Tumblers.

 

  • Stilgläser: Stilgläser eignen sich für Whisky eher, da sich das Aroma durch ihren breiten Körper viel besser entfalten kann. Darüber hinaus verfliegt es auch nicht so schnell, da sich die Öffnung eines Stielglases nach oben hin verjüngt. Der Stiel dient außerdem dazu, dass der Whiskygeschmack nicht durch die Handwärme beeinflusst wird. Stielgläser sind meist lang gezogen. Dadurch bleibt der Alkohol länger im Glas und die Aromen sind besser an der Öffnung wahrzunehmen. Diese Form eignet sich für den Whiskygenuss also ideal.

 

  • Nosing-Gläser: Wer es mit der Verkostung ein wenig ernster meint, der liegt mit sogenannten Nosing-Gläser genau richtig. Sie verlaufen tulpenförmig und verjüngen sich nach oben hin, meist mit einem Stiel oder einem dickeren Glasstück am Boden des Glases.Das hat den Vorteil, dass sich die Aromen besser im Glas halten. Darüber hinaus ist es so leichter, den Geruch in die Nase zu bekommen, um die verschiedenen Komponenten gut wahrzunehmen.

 

Den guten Stoff tatsächlich „verwässern“?

Ob man einen Whisky mit Wasser mischen soll, oder lieber nicht, darüber scheiden sich die Geister. Während es einige überhaupt nicht einsehen, empfiehlt es sich für Anfänger aber durchaus, ihren Drink zunächst mit Wasser zu verdünnen. Whisky hat meistens einen Alkoholanteil zwischen 40 und 50 Prozent. Möglicherweise mag man zwar ziemlich cool dastehen, wenn man ihn pur trinkt. Außer, dass der Alkoholgehalt die Geschmacksnerven der Zunge betäubt, bringt einem das aber herzlich wenig. Sogar in Schottland bekommt man ein zusätzliches Glas Wasser serviert, wenn man sich einen Whisky bestellt.

Als Whisky-Neuling ist es also ratsam, den Anfang mit einem höheren Wasseranteil zu machen. Am besten verwendet man stilles, mineralarmes Wasser ohne Eigengeschmack, da das Wasser lediglich die Aufgabe hat, den Alkohol zu verdünnen. Den Geschmack des Drinks soll es selbstverständlich nicht verändern. Dadurch kann man sich allmählich an den Geschmack verschiedener Sorten herantasten. Später kann der Wasseranteil immer noch nach und nach verringert werden. Wer seinen Whisky lieber kühl trinkt, sollte darauf achten, dass seine Temperatur nicht weit unter der Zimmertemperatur liegt. Kühlt man ihn nämlich zu stark, gehen nicht nur seine feinen Geschmacksnuancen verloren, sondern er wird auch noch trüb.

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